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Donnerstag, 29. April 2010, 14:16

Sammelklage wegen entferntem Linux-Support

Zitat

In den USA wurde gegen Sony eine Sammelklage eingereicht, in der dem
Unternehmen Vertragsbruch vorgeworfen wird. Der Klageführer Anthony
Ventura bezieht sich damit auf die Entfernung der Linux-Unterstützung.

Am 1. April hatte Sony mit dem Firmware-Update 3.21 die
Funktion zum Installieren eines anderen Betriebssystems entfernt.
Ventura argumentiert, dass dies für ihn damals ein entscheidender
Kaufgrund gewesen ist. Aufgrund dieser Funktionalität war er bereit,
einen wesentlich höheren Kaufpreis als für Konkurrenzprodukte
auszugeben.

In der Klageschrift behauptet er nun, dass sich Sony mit der Entfernung dieser Funktion
einen unlauteren Wettbewerbsvorteil verschafft hat. So soll Sony durch
das Bewerben dieser Funktion gegen den Consumer Legal Remedies Act
verstoßen haben. Weiterhin beanstandet Ventura eine Formulierung in den
Geschäftsbedingungen von Sony. Darin heißt es, dass sich das
Unternehmen jederzeit das Recht vorbehält, Funktionen und Dienste der
Playstation 3 zu ändern oder zu entfernen. Dies soll gegen §1770 des
Civil Code verstoßen.

Für die Kunden, die sich zwischen dem 17. November 2006 und
dem 27. März 2010 eine Playstation 3 in den USA gekauft haben, verlangt
er nun Schadenersatz über 5 Millionen US-Dollar. Sony hatte die
Entfernung der Linux-Unterstützung mit Sicherheitsbedenken begründet.
Hacker hätten damit Raubkopien der Spiele nutzen können.
quelle: winfuture.de

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