Ich will ein Spiel spielen…
…dieser Satz prägt die heutige Kinoszene wie kaum ein anderer.
Jetzt kommt der Horrorschocker „SAW“ auch auf die heimische Konsole – als 3rd Person Action-Adventure.
Ob sich die Investition lohnt, oder ob ihr lieber das Geld im Kino für Popcorn und Nachos ausgebt, erfahrt ihr hier.
In „Saw: The Videogame“ spielt ihr Detective Tapp, der eigentlich im ersten „SAW“ Teil ums Leben gekommen ist.
Doch aufgepasst! Jigsaw hat unseren Tapp zusammengenäht wie eins „Chucky“ und lässt diesen nun, zusammen mit anderen Personen die
irgendetwas mit den Tätigkeiten Tapps zu tun hatten, um sein Leben rätseln.
Wir kääääääämpfeeeen uns duuuuuuuuuuuurch…
Genauso lang gezogen und träge wie meine Überschrift gestaltet sich das Spiel in Sachen Gameplay und Kampfsystem.
Während wir uns in der 3rd Person Perspektive durchkämpf... ähm, ich
meine durchrätseln, erscheint uns das Gameplay mehr als träge und
gemächlich.
Das unterdurchschnittliche Kampfsystem kommt glücklicherweise nur
selten zum Einsatz, da Kämpfe eher zur Nebensache werden und uns damit
die dumm agierende KI nicht alle fünf Minuten aufzuregen braucht.
Um die Situation im Griff zu behalten stehen euch Waffen wie eine
Krücke, ein Skalpell, ein Puppenarm, oder eine Schere zur Verfügung,
aber auch an einen Revolver kommt ihr im Laufe des Spiels und könnt
euch im Dosenschießen wie auf dem Rummelplatz und die Ecke üben.
Da ist eine Falle… und noch eine, und noch eine, und noch eine!
Im gesamten Spiel werdet ihr viel Zeit damit verbringen nach nützlichen
Gegenständen in Schränken, Schubladen und Tischen zu suchen.
So findet ihr nach und nach Nägel um Schlösser zu knacken,
Wasserflaschen um eure Gesundheit aufzufrischen, oder Zubehör zum Bau
von Fallen gegen eure Widersacher.
Vorsicht wird auch bei Türen geboten die ihr öffnen müsst.
So verstecken sich dort oft von Jigsaw gestellte Fallen die ihr in
Quick-Time-Events mit schnellen Knopfdrücken lösen müsst, denn sonst:
Kopf ab!
Ansonsten gilt es viele Rätsel zu lösen.
Mal müsst ihr Kombinationen für diverse Schlösser raus finden, Stromleitungen zusammenbauen, oder Gasleitungen verbinden.
Aber auch zum Klempner könnt ihr euch bei „Saw: The Videogame“
ausbilden lassen, indem ihr Schlüssel, oder andere Gegenstände aus
verstopfen Toiletten fischt.
Bei all der Abwechslung haben alle Rätsel eins gemeinsam: Irgendwie kennen wir sie schon aus anderen Spielen.
Nichts desto trotz wartet auf euch, auf Grund des immer knapper
werdenden Zeitlimits, die ein oder andere „Leck mich am A*sch, das
gibt’s doch nicht“ Situation.
Ich, ich sehe (k)ein Licht...?
Die Atmosphäre in „Saw: The Videogame“ ist durchweg atemberaubend.
Während wir uns von Raum zu Raum bewegen, zahlreiche von Jigsaw
persönlich erstellten Rätsel lösen und uns gegen unsere Widersacher
durchsetzen, erwartet uns eine Mischung aus Silent Hill und Condemned.
Die runtergekommene Irrenanstalt liefert uns düstere und vor allem
runtergekommene Räume mit schummrig ausgeleuchteten Ecken –
Lichtquellen wie das Feuerzeug, die Taschenlampe, oder der Blitz einer
Fotokamera entwickeln sich mit der Zeit zu unseren besten Freunden.
Fazit
„Saw: The Videogame“ ist ein düsteres und dunkles 3rd Person Adventure, das von einer stimmungsvollen Atmosphäre lebt.
Durch den überdurchschnittlichen Rätselanteil grenzt sich das Spiel zudem von der übrigen Konkurrenz ab.
Obwohl einige Rätsel wirklich kreativ gestaltet wurden und durch das
Zeitlimit nasse Handflächen und durchnässte Controller entstehen, macht
sich schnell Routine breit und man droht vor der PlayStation
einzuschlafen.
Das schlechte Kampfsystem hätte zudem das ein, oder andere Feintuning vertragen können.
Insgesamt macht „Saw: The Videogame“ einen ordentlichen Eindruck, bei
dem Fans der Reihe einen Blick riskieren können, vor allem da mehr
Survival-Horror geboten wird, als bei anderen Vertretern dieses Genres.
Grafik: 71
Sound: 73
Handlung: 70
Gesamt: 71